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Interreg Central Europe Projekt FlexiSHARE

Das Interreg Central Europe Projekt FlexiSHARE ist jetzt in vollem Gange. Um was geht es bei dieser zweijährigen transnationalen Initiative? In vielen ländlich geprägten Gebieten sind ältere, behinderte und einkommensschwache BewohnerInnen mit einem unzureichenden öffentlichen Nahverkehr konfrontiert, dessen feste Routen nicht ihren Bedürfnissen entsprechen. FlexiSHARE zielt darauf ab, flexible und erschwingliche Alternativen zu dieser Mobilitätsarmut anzubieten. Es bekämpft Mobilitätsarmut in strukturschwachen Gebieten, indem es die Entwicklung einer flexiblen bedarfsorientierten Transportlösung vor Ort unterstützt. Das Projekt konzentriert sich auf drei Fallregionen: Selnica ob Dravi (Slowenien), Stropkov (Slowakei) und Mirosławiec (Polen). Wir, das Institut Raum und Verkehr der Fachhochschule Erfurt, unterstützen unsere Partner durch unsere umfassende Erfahrung und anwendungsnahe Expertise, die wir uns in vielen Europäischen Projekten angeeignet haben. 

So was kann Wissenschaft leisten, wenn es um die praktische und gerechte Verbesserung der Mobilität in peripheren Regionen angeht? Drei Antworten aus unserer aktuellen Projektarbeit. Da geht es erstens um die wissenschaftliche Begleitung der Bedarfsanalysen in den drei Fallregionen. Welche Versorgungslücken im Nahverkehr werden sichtbar, und welche spezifischen Mobilitätsbedarfe haben benachteiligte Gruppen? Da gilt es zweitens, die guten Praktiken und Modelle aus ganz Europa unseren Partnern näher zu bringen, und gemeinsam zu lernen, was sich anderswo positiv entwickelt und bezahlt gemacht hat. Und drittens ist es unsere Aufgabe, unseren Partnern bei der lokalen Lösungssuche mittels Pilotprojekten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, und Umsetzungsfortschritt und Endergebnisse angemessen zu evaluieren.           

Unser Institut möchte aber nicht nur durch gezielte Wissensvermittlung punkten. Wir möchten auch gut funktionierende Mobilitätslösungen aus unserer Thüringischen Heimat zur möglichen Nachahmung vorstellen. Unser demnächst stattfindendes Projektmeeting im Juni 2026 hier bei uns an der Fachhochschule Erfurt bietet dafür die beste Gelegenheit. Dank der guten lokalen Vernetzung unseres Seniorprofessors Matthias Gather konnten wir das Busunternehmen KomBus im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt für eine spannende Exkursion gewinnen. Diese Organisation plant, organisiert und finanziert den Öffentlichen Personennahverkehr in seinem Gebiet mit seit Jahren gutem Erfolg. KomBus betreibt als kreiseigenes Unternehmen nicht nur eine der größten ländlichen Nahverkehrsflotten Thüringens. Es sticht unter anderem auch durch umfangreichen BioCNG-Busbetrieb, flexible Rufbus-Angebote, Städtedreieck-Verbindungen und regionale Erlebnistouren hervor. Mit diesem lokalen ‚Good Practice‘-Beispiel möchten wir unsere Projektpartner nicht nur umfassend informieren – sondern auch vollumfänglich inspirieren. Ob, und wie, das funktioniert hat - bitte gern in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf dieser Webseite nachlesen!