Her mit dem Recht: Die Satzungen & Ordnungen des StuRa einfach erklärt
Juristischer Code und Paragrafen klingen erst einmal trocken – aber hinter unseren Satzungen und Ordnungen steckt nichts anderes als die Spielregeln für unsere studentische Demokratie und Selbstverwaltung.
Da der Studierendenrat (StuRa) als Vertretung aller Studierenden eigenes Geld verwaltet, Verträge abschließen darf und Entscheidungen für den Campus trifft, braucht es klare und faire Regeln. Diese Regelwerke sichern ab, dass euer Semesterbeitrag transparent verwendet wird, Wahlen gerecht ablaufen und jede*r Studierende das Recht hat, mitzureden.
Hier erfährst du, welche Dokumente wichtig sind, was drinsteht und warum sie für dich relevant sind:
1. Die Satzung der Studierendenschaft (Unsere „Campus-Verfassung“)
Die Satzung der Studierendenschaft ist das oberste Grundgesetz der studentischen Selbstverwaltung an der FH Erfurt. Sie regelt das Miteinander aller immatrikulierten Studierenden.
- Was steht drin?
- Rechte aller Studierenden: Jede*r Studierende hat das Recht, an Wahlen teilzunehmen (aktives & passives Wahlrecht), in Gremien mitzuwirken sowie in öffentlichen Sitzungen das Rederecht zu nutzen.
- Anti-Diskriminierungs-Gebot: Die Studierendenschaft verpflichtet sich ausdrücklich zum Schutz vor Benachteiligungen (z. B. aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Sexualität, Behinderung oder Alter) und zur Förderung der Vielfalt.
- Organe der Studierendenschaft: Sie definiert, welche Vertretungen es gibt – nämlich den Studierendenrat (StuRa), die Fachschaftsräte (FSR), die Vollversammlung und das Instrument der Urabstimmung.
- Demokratische Kontrolle: Wie eine Vollversammlung aller Studierenden einberufen wird oder wie die gesamte Studierendenschaft über eine Urabstimmung direkt bindende Beschlüsse fassen kann.
- Warum ist sie wichtig?
- Sie schützt deine Grundrechte als Studierende*r am Campus und stellt sicher, dass der StuRa deine Interessen demokratisch vertritt.
2. Die Wahlordnung der Studierendenschaft (Das Regelwerk für faire Wahlen)
Die Wahlordnung legt exakt fest, wie die Wahlen zum Studierendenrat und zu den Fachschaftsräten organisiert und durchgeführt werden.
- Was steht drin?
- Wahlablauf & Fristen: Wann die Wahl angekündigt wird, wie das Wählerverzeichnis geführt wird und wie Kandidaturen eingereicht werden.
- Listenwahl (Verhältniswahl): Wie Kandidierende als Teams oder Einzelpersonen auf Listen antreten können und wie die Stimmenverteilung sowie die Sitzvergabe (nach dem Verfahren d’Hondt) funktionieren.
- Digitale Abgabe & Stimmabgabe: Regeln zur Einreichung von Wahlvorschlägen über Moodle sowie zur Durchführung als freie, gleiche und geheime Online-Wahl oder Briefwahl.
- Warum ist sie wichtig?
- Sie garantiert, dass jede Wahl absolut rechtssicher, geheim und chancengleich abläuft und niemand bevorzugt oder benachteiligt wird.
3. Die Finanzordnung & Beitragsordnung (Wo geht mein Geld hin?)
Als Studierende*r zahlst du jedes Semester mit deinem Semesterbeitrag einen Anteil an die Studierendenschaft. Die Beitragsordnung legt die Höhe dieses Beitrags fest, während die Finanzordnung regelt, was mit diesem Geld passieren darf.
- Was steht drin?
- Verwendungszweck: Geld darf nur für studentische Aufgaben ausgegeben werden – etwa für die Unterstützung von Fachschaften, Campus-Events (wie Sommerfest und Wintermarkt), studentische Projekte, Sportangebote oder Beratungen.
- Haushaltsplan & Abrechnung: Die Finanzverantwortlichen müssen jedes Jahr einen ausgeglichenen Haushaltsplan erstellen und den Jahresabschluss prüfen lassen.
- Kontrolle & Haushaltssperre: Bei Engpässen greifen automatische Sperren, damit die Studierendenschaft niemals überschuldet wird.
- Warum ist sie wichtig?
- Sie sorgt für lückenlose Transparenz: Kein Cent deines Semesterbeitrags darf ohne Beschluss und Nachweis ausgegeben werden.
4. Die Geschäftsordnung des StuRa (Der Leitfaden für die tägliche Arbeit)
Während die Satzung den großen Rahmen bildet, regelt die Geschäftsordnung den konkreten Ablauf des StuRa-Alltags und der wöchentlichen Sitzungen.
- Was steht drin?
- Sitzungsregeln: Wie Anträge eingereicht werden, wie Abstimmungen ablaufen und wer die Sitzung leitet.
- Öffentlichkeit & Rederecht: Dass alle Sitzungen des StuRa grundsätzlich hochschulöffentlich sind und alle Studierenden dort Fragen stellen und mitdiskutieren dürfen.
- Referate & Protokolle: Wie Referate (z. B. für Kultur, Mobilität, Öffentlichkeitsarbeit) gebildet werden und dass über jede Sitzung ein Protokoll veröffentlicht werden muss.
- Warum ist sie wichtig?
- Sie stellt sicher, dass StuRa-Sitzungen strukturiert und nachvollziehbar bleiben und du jederzeit vorbeikommen oder in den Protokollen nachlesen kannst, was beschlossen wurde.
5. Die Fachschaftsordnung & Fachschaftssatzungen (Regeln für deinen Studiengang)
Neben dem zentralen StuRa gibt es an den einzelnen Fachbereichen die Fachschaftsräte (FSR).
- Was steht drin?
- Sie bestimmt die Rahmenbedingungen für die Arbeit der FSRs vor Ort, die Verteilung von Geldmitteln aus dem Semesterbeitrag an die Fachschaften sowie deren jährliche Rechenschaftspflicht.
- Warum ist sie wichtig?
- Sie sichert ab, dass dein Fachschaftsrat vor Ort finanziell handlungsfähig ist, um Erstisequenzen, Exkursionen oder Fachschaftspartys auf die Beine zu stellen
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Beitragsordnung der Studierendenschaft
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Finanzordnung des Studierendenrates
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Gemeinsame Geschäftsordnung der Gremien der FHE
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Grundordnung FHE
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Verkündungsblatt
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Satzung des Studierendenrates
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Thueringer_Hochschulgesetz.pdf
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Verordnung FSR-Haushalts- und Wirtschaftsführung
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Wahlordnung der Studierendenschaft
Gut zu wissen: Wer macht eigentlich die Gesetze?
Alle Satzungen und Ordnungen der Fachhochschule Erfurt basieren auf dem Thüringer Hochschulgesetz (ThürHG). Dieses Landesgesetz garantiert der Studierendenschaft ihr Selbstverwaltungsrecht und setzt den gesetzlichen Rahmen für unsere Wahlen, Finanzen und Aufgaben am Campus.